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| Vitos Orthopädische Klinik Kassel gGmbH Telefon: +49 (0)561 3084 0 Fax: +49 (0)561 3084 304 | Bei der Erkennung und Therapiekontrolle von Erkrankungen des Bewegungsapparates kommt der Röntgendiagnostik schon seit jeher eine entscheidende Bedeutung zu. Neue Entwicklungen, insbesondere in der Computertechnologie haben in den letzten Jahren die Möglichkeit der bildgebenden Diagnostik weiter verbessert. Vor allem die sogenannten Schnittbildverfahren, die Bilder des menschlichen Körpers in beliebigen Orientierungen erlauben, spielen dabei eine entscheidende Rolle. Die Orthopädische Klinik Kassel verfügt nun über eine Abteilung für orthopädische Schnittbilddiagnostik die mit einem Spiral-Computertomographen und einem Kernspintomographen Magnetom open ("offenes" Kernspintomographiegerät) ausgestattet ist. Zusammen mit dem klassischen Röntgen und der schon seit längerem vorhandenen Ultraschalldiagnostik (Sonographie) stehen nun alle modernen Systeme der Bildgebung und Röntgendiagnostik zur Verfügung.
Schädliche Nebenwirkungen sind bisher nicht bekannt geworden, so dass dieses Verfahren auch für die Untersuchung von Säuglingen und Kindern bestens geeignet ist. Ein Beispiel sind die im Vorsorgeplan enthaltenen Hüftgelenkssonographien bei Säuglingen. Die so genannte Hüftdysplasie, d. h. eine ungenügende knöcherne Ausformung des Hüftgelenkes mit mangelnder Überdachung des Hüftkopfes kann damit rechtzeitig diagnostiziert und somit gut therapiert werden, so daß es nicht zu einem frühzeitigen Hüftgelenksverschleiß kommt. Auch unklare Gelenkschmerzen, ein Gelenkerguß sowie viele degenerative und rheumatische Veränderungen an Muskeln, Sehnen und Gelenken können zunächst sonographisch abgeklärt werden, bevor sich eine weiterführende Diagnostik mittels CT oder MRT anschließt. Die Klinik besitzt auch ein Sonographiegerät, das für Gefäßuntersuchungen eingesetzt werden kann, um beispielsweise tiefe Beinvenenthrombosen ausschließen zu können.
Die synonymverwandten Bezeichnungen Magnetresonanztomographie (MRT) und Kernspintomographie (KST) bezeichnen ein bildgebendes Verfahren, welches ebenso wie der Ultraschall ohne Röntgenstrahlen Bilder des menschlichen Körpers erzeugen kann. Auch hier wurden bisher keine schädigenden Wirkungen der dabei verwendeten starken Magnetfelder bekannt. Diese Methode basiert auf dem Prinzip der sogenannten Kernspin- oder Magnetresonanz. Bestimmte häufig vorkommende chemische Elemente des Organismus (vor allem der im Wasser vorhandene Wasserstoff) werden durch einen sehr starken Radiofrequenzimpuls angeregt und senden nach Abschalten des Magnetfeldes ein typisches Signal, welches nach aufwendigen Rechenoperationen ein Bild des untersuchten Organs entstehen läßt. Im Vergleich zu den übrigen Verfahren ist der Gewebekontrast deutlich besser, wodurch die Unterscheidung von gesunden und kranken Gewebes erleichtert wird. Diese Methode kommt heutzutage praktisch bei allen Erkrankungen der Muskeln, der Gelenke sowie der Wirbelsäule (Bandscheibenvorfälle, Tumoren) zur Anwendung.
Die Spiral-CT ist eine technische Weiterentwicklung der normalen Computertomographie, welche vielen Patienten durch Untersuchungen der Bandscheiben bei Verdacht auf einen Bandscheibenvorfall vertraut ist. Im Gegensatz hierzu wird der Patient, während er von einem fächerförmigen Röntgenstrahl "abgetastet" wird, kontinuierlich an dem Detektorenkranz, dem Empfangssystem eines CT, vorbeibewegt, so dass eine spiralförmige Abtastbewegung entsteht. Der Vorteil liegt darin, daß es möglich wird, aus einem solchen 3D-Volumendatensatz räumliche Bilder des menschlichen Körpers in beliebigen Orientierungen zu erstellen. Die Verwendung niedrigdosierter Röntgenstrahlung erlaubt ähnlich den üblichen Röntgenaufnahmen besonders gute Aussagen bei krankhaften Veränderungen am Knochen. Darüber hinaus kann der Mineralsalzgehalt und somit das Risiko eines drohenden Knochenbruchs bei Osteoporosepatienten mit diesem Verfahren gut bestimmt werden. Nicht zuletzt können auch operative Eingriffe, z. B. an den Bandscheiben unter CT-Kontrolle erfolgen. Herkömmliche Röntgenaufnahmen, Ultraschalluntersuchungen, Spiral-CT und MRT-Untersuchungen dürfen bei allen orthopädischen Fragestellungen nicht isoliert betrachtet werden. Wichtig ist der gezielte Einsatz und das Zusammenspiel dieser Methoden, um zu einem optimalen diagnostischen und therapeutischen Ergebnis zu kommen und somit zukünftig die Qualität der ambulanten und stationären Patientenversorgung weiter zu verbessern. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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